20-12-11
Neuer Anlauf beim Verkauf Markt 6 und 8
Schwarzenbek (no) – »Nachdem die Grundstückskaufverhandlungen mit der Firma Kiefaber Bauprojekt GmbH gescheitert sind, wurde in der Stadtverordnetenversammlung am 9. September 2011 beschlossen, dass die städtischen Gebäude öffentlich ausgeschrieben werden sollen«, so die Beschlussvorlage des jüngsten Haupt- und Planungsausschusses. Mit kleinen Änderungen beschlossen die Kommunalpolitiker mehrheitlich das vorliegende Exposé als Basis der Ausschreibung.
Ausschussvorsitzender Hans-Joachim Delfs, CDU, schlug bei der Durchsicht vor, den durch ein Gutachten festgestellten Marktwert von 350.000 Euro nicht zu benennen, sondern Gebote der Interessenten zu erwarten. Dabei soll das Gebäude am Alten Markt nicht als Jugendtreff benannt werden, sondern als »Alte Post«. Tatsächlich soll der Jugendtreff in den kommenden Monaten in umgebaute Räume der Compeschule umziehen, so dass beide Immobilien am Markt 6 und 8 leer vorgeführt und übergeben werden könnten. Auch die kostenlosen Parkplätze in der Schwarzenbeker Innenstadt fanden Einzug in das Exposé, das von einem gutachterlich festgestellten guten baulichen Zustand der Alten Post berichtet.
Nach wie vor steht allerdings die Grenzmauer zum Nachbarn Kirche im Grundbuch. FWS-Fraktionschef Eberhard Schröder brachte sie erneut in die Debatte ein: »Konnte eigentlich geklärt werden, warum es diesen Eintrag überhaut gibt?« Bauamtsleiter Ralf Hinzmann bestätigte, dass es früher noch einige Eintragungen mehr im Grundbuch gab, die bis auf die Grenzmauer alle gelöscht wurden. Die Mauer wurde am 7. Oktober 1896 in das Grundbuch eingetragen. Warum der Eintrag damals erfolgte, weiß heute selbst Archivar Dr. William Boehart nicht.
Im Sommer 2011 hatten die rechtlichen Auseinandersetzungen um die notwendige Löschung dieser Grunddienstbarkeit und der Gegenwert dieses Anspruchs die Kaufverhandlungen mit Frank Kiefaber stark belastet. Letztlich waren die Verhandlungen nach drei Jahren gescheitert.
Die Freien Wähler Schwarzenbek sind weiterhin für einen freien Platz in der Stadtmitte und stimmten im Haupt- und Planungsausschuss gegen die Ausschreibung von Markt 6 und 8.