01-09-09
Neuer König – neue Küche
Schwarzenbek (no) – Seit 1894 besteht die Schwarzenbeker Schützengilde.
Ganz so alt war die Küche im Gemeinschaftsraum an der Schützenhalle noch nicht, aber doch deutlich in die Jahre gekommen. Dass ausgerechnet jetzt der neue Schützenkönig Peter Alten wurde, der bei der Entscheidung mit dem Kleinkaliber auf 100 Meter als einziger die Zehn traf, kam dem Wunsch nach einer neuen, modernen Einbauküche für den von jugendlichen Schützen und der Damengruppe genutzten Raum entgegen, denn Peter Alten ist Inhaber der Firma Peter Alten Küchen in der Schwarzenbeker Bahnhofstraße. »Das ist klar, dass sich der neue Vorstand an mich wandte mit dem Wunsch nach einer neuen Küche, und ich habe das gerne gemacht«, betont Schützenkönig 2009 Peter Alten (44 Jahre), der seit 2001 wieder aktiver Schütze in der Gilde ist, der er bereits als Jungschütze angehörte.
Heutzutage bereitet der Nachwuchs dem ersten Vorsitzenden (seit Jahresanfang im Amt) Oberst Wilfried Schütte Sorgen. »Zur Zeit haben wir vier Jungschützen, die jeden Montag von 18 bis 20 Uhr bei uns trainieren. Schießen dürfen sie ab zwölf Jahren mit dem Luftgewehr, jüngere mit dem Lichtpunktgewehr. Kleinkaliberschützen müssen 18 Jahre alt sein, ab 16 Jahren geht es nur mit der Erlaubnis der Eltern«, wirbt Wilfried Schütte um neue jugendliche Mitglieder. Jeden ersten Sonnabend im Monat laden die Schützen von 15 bis 18 Uhr zu einem Familientag ein, um die vereinseigene Schießanlage in der Schützenallee einmal ken-nenzulernen und den Umgang mit Waffen auszuprobieren.
»Besonders Konzentrationsfähigkeit und Körperbeherrschung sind wichtig beim Schießen«, betont Oberst Schütte. Eigene Gewehre sind nicht nötig, der Verein stellt Waffen zur Verfügung.
Auch die Geselligkeit kommt bei den Schützen nicht zu kurz. Regelmäßig wird nach den Trainingsstunden am Dienstag von 19.30 bis 21 Uhr für die Damen und am Mittwoch von 18.30 bis 21 Uhr für die Herren Karten gespielt und geklönt. Mit anderen Vereinen der Stadt tauschen sich die Schützen regelmäßig aus und veranstalten Schießwettbewerbe wie das Neujahrsschießen. Einmal im Jahr, immer 14 Tage vor Pfingsten, ist die Schwarzenbeker Schützengilde Ausrichter des Schwarzenbeker Schützenfestes. Und dann wird der Schützenkönig ausgeschossen.
»Durch die Änderung der Vereinsstatuten muss aber niemand mehr Geld mitbringen, um alle möglichen Einladungen zu bezahlen«, erklärt Schützenkönig Peter Alten. Der König erhält vom Verein eine Aufwandsentschädigung, die alle Kosten der einjährigen Amtszeit deckt – aber keine neue Einbauküche, die Peter Alten mit Unterstützung des Küchenherstellers Beckermann einbauen konnte und die in den kommenden Jahren ihren Dienst verrichten wird.