22-12-09
Schwarzenbeker Politik-Kulturausschuss führungslos
Schwarzenbek (no) – Da herrschte für einen Augenblick Sprachlosigkeit in der Stadtverordnetenversammlung: keine Fraktion hatte einen Vorschlag parat für den künftigen Vorsitz im Kulturausschuss, zuständig für Schwarzenbeks Schulen, Sport und Kulturelles. Nach dem Rücktritt des Vorsitzenden Eberhard Schröder und seines Stellvertreters Jürgen Heitmann (beide FWS) aus Verärgerung über den Umgang mit den gestrichenen Zahlungen 2009 an den TSV, hatte diese Fraktion weiterhin das Vorschlagsrecht für den Vorsitz, wollte es aber nicht ausüben, was allerdings allen anderen Fraktionen erst in der Stadtverordnetenversammlung klar wurde.
SPD und CDU sahen sich nicht in der Lage, ihrerseits Kandidaten zu präsentieren und beantragten Vertagung, um sich in den Fraktionen zu besprechen. »Ich bitte auch darum, dass der Ältestenrat einberufen wird, um zu besprechen, wie der Kulturausschuss nun zu besetzen ist«, beantragte CDU-Fraktionschef Hans-Joachim Delfs das Zusammenkommen aller Fraktionsvorsitzenden und des Bürgervorstehers Karsten Beckmann (CDU).
»Das ist eine neue Situation, die ich nicht für glücklich halte«, betonte auch Egon Siepert, Fraktionschef der SPD. »Ich finde die Rücktritte sehr bedauerlich, ich hatte keine Kritik am Kulturausschussvorsitzenden.
Wir sollten gleich im neuen Jahr besprechen, wie der Vorsitz künftig zu besetzen ist.« Bis zur nächsten Stadtverordnetenversammlung am 26. Februar 2010 ist nun Gelegenheit, die Wogen zu glätten, um den wichtigen Kulturausschuss in neue Hände zu geben.