27-12-11
Wohin in der Pause und zum Essen
Schwarzenbek (no) – Der scheidende Schulleiter Dr. Joachim Seeliger hinterlässt einige organisatorische Probleme am Schwarzenbeker Gymnasium, zu denen sich immer wieder Eltern zu Wort melden. So berichten sie, dass es in den Klassenräumen regelmäßig so warm ist, dass Fenster während des Unterrichts offen stehen, wertvolle und teure Wärme in die Umwelt entweicht. Grund soll die nur zentral mögliche Steuerung der Heizungsanlage sein.
Anders sieht es Schülersprecherin Maike Schäfer: »Wir haben an unserer Schule keineswegs eine zentrale, sondern eine Einzelraumregelung. Es gibt in jedem Raum ein Temperaturmessgerät, sodass die Raumtemperatur automatisch geregelt wird. Kippt man die Fenster 60 Minuten, statt einmal in den Pausen mit dem komplett zu öffnenden Fenster stoßzulüften, misst der Regler: Es ist kalt! und versucht dementsprechend, die Temperatur zu erhöhen.
Wenn es Heißblütigen tatsächlich dauerhaft zu warm sein sollte, sollten sie die Hausmeister nett darum bitten, die Standardtemperatur abzusenken. An das Energiebewusstsein aller haben wir auch im Schülerparlament appelliert und hoffen, dass sich jeder beteiligt.« Engagierte Eltern beklagen außerdem: »Es gibt keine adäquaten Aufenthaltsräume in der Mittagspause für die Unter- und Mittelstufe.
Die Oberstufe darf in den Klassenräumen bleiben und hat auch ein »Chill«-Zimmer.« Auch hier kennt sich Schülersprecherin Maike Schäfer aus dem 13. Jahrgang bestens aus: »Dass den Schülern der Sekundarstufe II ein alleiniger Raum zur Verfügung steht, ist absolut verständlich. Der 13. Jahrgang hat gar keine eigenen Klassenräume mehr, 11 und 12 haben durch Verkursung Freistunden, anders als die Primar- und Sekundarstufe I. Im rechten Teil des Gebäudes vom Hauptausgang aus mit den neunten bis zwölften Klassen sowie Physik-, Chemie-, Biologie-Räumen und die Lernateliers dürfen die Schüler übrigens während der Pausen in den Klassenräumen bleiben, wenn eine Säuberung durch klasseninterne Ordnungsdienste gewährleistet ist, keineswegs nur die Oberstufe.«
Eine weitere Klage der Eltern betrifft das Mittagessen: »Wenn Schüler ihr mitgebrachtes Mittagessen zu sich nehmen wollen, müssen sie es entweder auf Bänken in der Pausenhalle auf den Knien jonglieren oder zwanzig Minuten warten, ehe sie in die Kantine gehen dürfen. Der »gemütliche« (chaotische) Fahrgastraum wäre auch noch eine Möglichkeit. Oder der Aufenthalt in der Schüler-Bibliothek, hier ist allerdings das Essen untersagt. Die meisten Schüler versuchen dort, in einigermaßen ungestörter Atmosphäre Hausaufgaben zu machen und heimlich nebenbei zu essen. Immer weniger Schüler beteiligen sich am schulischen Mittagessen, immer wieder werden Qualität und Kosten für die Verpflegung beklagt.« »In den Mittagspausen besteht das Angebot, in der Cafeteria zu essen. Trotz aller Vorwürfe braucht man sich über die Qualität theoretisch nicht zu sorgen, da Schulverpflegung strengsten Richtlinien unterliegt. Wünsche nimmt das freundliche Personal gerne entgegen, um sie nach Möglichkeit in die Pläne einzuarbeiten«, berichtet Maike Schäfer und wirbt für das Mensa-Angebot: »Nur bei ausreichender Nutzung des Essenangebots kann der Anbieter langfristig wirtschaftlich arbeiten. Wir haben auf dem Schülerparlament einen Ausschuss gegründet, der eine Schülerumfrage zur Mensa durchführen und Lösungsvorschläge erarbeiten wird.«
»Dass zwischen den Büchern nicht gegessen werden darf, ist meiner Ansicht nach verständlich«, betont die neunzehnjährige Schülersprecherin. »Wir sollten das Engagement der Eltern und Lehrkräfte, die die Bücherei mit viel Zeitaufwand am Leben halten, lobend erwähnen und diese Arbeitserleichterung akzeptieren.«