23-01-12
»Wir alle sind Schwarzenbek!«
Schwarzenbek (no) – Die Ungewissheit war groß vor dem diesjährigen Schwarzenbeker Neujahrsempfang. In 2011 war er aus Kostengründen ausgefallen, nachdem in früheren Jahren über 1.000 Gäste bei aufwendigen Veranstaltungen feierten, Kosten für den städtischen Haushalt bis zu 15.000 Euro zusammenkamen. Wie viele Gäste werden in diesem Jahr in das Schwarzenbeker Gymnasium kommen, sind sie mit dem Kostenbeitrag von einem Euro bei den Getränken und dem Rahmenprogramm mit Schülern der hiesigen Schulen einverstanden?
Alle Sorgen waren unnötig. Den Erfolg bestätigten über 500 Gäste, die trotz heftiger Regenschauer den Weg an die Buschkoppel gefunden haben. Besonders die Auftritte der Schüler der Regionalschule und der »Young Talent Singers« vom Gymnasium begeisterten die Gästen, die sich mit Standing Ovations bei den jungen Leuten bedankten.
Zuvor hatte Bürgermeister Frank Ruppert zahlreiche Ehrengäste aus Politik und Vereinen begrüßt, dabei besonders Innenminister Klaus Schlie und Pröpstin Frauke Eiben für ihren Einsatz gegen Rechtsradikalismus gedankt.
In seinem Grußwort blickte Bürgervorsteher Karsten Beckmann in das Jahr 2011 zurück, das mit bewegenden Bildern wie von der Katastrophe im japanischen Fukushima in Erinnerung bleiben wird. Grundlegende Wandel in der Energiepolitik, in den arabischen Diktaturen und in der europäischen Finanzpolitik rief Bürgervorsteher Beckmann in Erinnerung, bevor er auf die Schwarzenbeker Ereignisse einging. Der gescheiterte Verkauf der Gebäude am Markt 6 und 8, die Beschlüsse zum Umzug des Jugendtreffs und der fünften Kindertagesstätte prägten das Jahr ebenso wie das 40-jährige Jubiläum der Verbandsschule Nordost und der spätere Beschluss zum Auslaufen der Regionalschule. Die Erfolge der Schwarzenbeker Gemeinschaftsschüler in der Lego First League und der Gymnasiasten bei den deutschen Tischtennismeisterschaften würdigte Karsten Beckmann ebenso wie zahlreiche kulturelle Ereignisse, die das Stadtleben prägten, so das Verbrüderungstreffen in Aubenas und die Feier zu »50 Jahre Europapreis«. »Möge das Jahr des Drachen in 2012 Ihnen und Schwarzenbek Glück und Erfolg im Geschäft bringen«, wünschte Bürgervorsteher Beckmann.
Überraschend wurde in diesem Jahr kein verdienter Schwarzenbeker geehrt. »Die Verwaltung hatte einige Vorschläge gemacht, aber der Ältestenrat konnte keinem der Vorschläge zustimmen«, erklärt Bürgermeister Frank Ruppert auf Nachfrage. Er dankte den vielen Sponsoren und seinen Mitarbeitern, die die Feier im Gymnasium erst ermöglichten: »Mit ihrem Engagement bestätigen sie: Wir alle sind Schwarzenbek.«