11-01-10
Amtsleiter Kudling »Gülzower des Jahres«
Gülzow (no) – Beim Gülzower Neujahrsempfang in der bis zum letzten Platz besetzten Schützenhalle hatte Bürgermeister Günther Noß (CDU) nicht nur Positives über altes und neues Jahr zu berichten. Erfreulich in 2009 waren die Wahlen in Bund und Land für seine Partei, andererseits machte die weltweite Krise auch den Gülzower Finanzen große Probleme. 2009 gab es einen Fehlbetrag von 147.000 Euro im Haushalt, dem in 2010 ein Minus von 123.600 Euro folgen wird. Damit ist der Spielraum für Projekte in Gülzow stark eingeschränkt. Vor allen Dingen die Nachnutzung der durch Schulschließung freiwerdenden Schulgebäude steht im Mittelpunkt und soll in Zusammenarbeit mit den anderen Gemeinden des Schulverbands (Kollow, Krukow, Juliusburg) gestemmt werden.
Bewusst hatte die Gemeinde in diesem Jahr auf den musikalischen Rahmen verzichtet, »um ein Zeichen in finanziell schwierigen Zeiten zu setzen«, so Bürgermeister Noß. Die Ehrungen wollte allerdings niemand streichen, gerade in schwierigen Zeiten ist das bürgerliche Engagement unverzichtbar.
Als »Feuerwehrmann des Jahres« wurde Sönke Hermannsen ausgezeichnet, der »stets mit Herzblut die technische Arbeit an den Einsatzfahrzeugen« durchführt und auch für die Instandsetzung des ältesten Feuerwehrfahrzeugs LF8, in Gülzow liebevoll »Oma« genannt, verantwortlich ist.
Hubert Kudling, Leiter des Amtes Schwarzenbek-Land, erfuhr die höchste Auszeichnung zum »Gülzower des Jahres«, einstimmig verliehen von der Gemeindevertretung. Zwar wohnt er nicht im Ort, setzt sich aber seit 30 Jahren über seine Arbeit hinaus für die Gülzower Belange ein und ist bei vielen Anlässen gerngesehener Gast. ‧Dadurch wurden landesweit bekannte Projekte wie »MarktTreff« erst möglich und brachten wichtige soziale Strukturen in den 1.265-Seelen-Ort. Die Auszeichnung gilt aber auch den gut zwanzig Verwaltungsmitarbeitern im Amt Schwarzenbek-Land. »Verwaltung ist für den Bürger da und das klappt bei uns problemlos«, betonte Günther Noß und sieht gemeinsam mit Kudling gespannt den Gesprächen mit Schwarzenbeks Bürgermeister Frank Ruppert wegen einer zukünftigen Zusammenarbeit entgegen.