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06-04-10

FDP / Freie Bürger: Schwarzenbeks Energie der Zukunft

 


Hartmut Hintze und Paul Petersen informierten ausführlich über die Energieversorgung der Zukunft. Foto: Susanne Nowacki

Schwarzenbek (no) – Auf Transparenz und Information setzt die Schwarzenbeker FDP/ Freie Wähler-Fraktion und hatte deshalb zum sonntäglichen Frühschoppen in Schröder’s Hotel eingeladen. Thema war die zukünftige Energiewirtschaft Schwarzenbeks. Nicht nur bei den (bisher nicht realisierten) Planungen zum Schwarzenbeker Hallenbad stand Energiegewinnung aus Erdwärme oder Solarkollektoren als wesentlicher Faktor mit in der Kalkulation. 2011 auslaufende Konzessionsverträge für Gas- und Stromleitungsnetze oder die in Grove geplante Biogasanlage zur Versorgung von 360 Schwarzenbeker Haushalten rücken das Thema Energieversorgung in den Mittelpunkt der politischen Arbeit in der Kommune.

Hartmut Hintze, Diplom-Ingenieur der Elektrotechnik und Fraktionsmitglied der FDP/ Freien Wähler, betonte in seinem Einführungsreferat, dass bei der Vergabe der Konzessionsrechte ab 2011 die Stadt neue Einnahmen für die schwächelnde Stadtkasse schaffen und zugunsten ihrer Bürger Einfluss auf die Energieversorgung Schwarzenbeks nehmen kann. »Dabei müssen wir ergebnisoffen diskutieren, welche Konstruktion für die Stadt sinnvoll ist«, erläuterte Hintze. Denkbar sei ein Beibehalten der jetzigen Situation, in der das Netz von EON Hanse gegen Zahlung einer Konzessionsabgabe betrieben wird, ebenso wie die Schaffung von Schwarzenbeker Stadtwerken Strom/Gas analog der Wasserversorgung.

Referent Paul Petersen, früherer Vorsitzender des Kreisbauernverbandes, machte deutlich, dass es sich bei der Biogastechnologie um eine Übergangstechnik handelt auf dem Weg von Atomkraft und fossilen Brennstoffen hin zu Solar- und Wasserenergie, den Technologien der Zukunft. »Für die Landwirte steht die Ernährung der Bevölkerung an erster Stelle, dafür haben wir zu sorgen«, betonte Paul Petersen. Ebenso seien Naturschutz und Energieversorgung Aufgaben der Bauern, aber die Flächenkonkurrenz der verschiedenen Bereiche sei dabei zu beachten. Darum ist bei der Energieversorgung aus seiner Sicht mehr Gewicht auf die Nutzung organischer Abfälle zu legen als auf die Energien aus nachwachsenden Rohstoffen wie Mais.

Im Betrieb von Biogasanlagen ist der Kreis Herzogtum Lauenburg mit acht Anlagen im hinteren Bereich der schleswig-holsteinischen Zahlen. Im Bereich Schleswig-Flensburg werden demgegenüber 67 der landesweit 290 Anlagen betrieben. »Dabei gilt: Je größer die Anlage, desto rentabler ist sie«, erläutert Paul Petersen, der selbst Landwirt in Lüchow ist. Dabei muss beim Betrieb der Biogasanlagen besonderer Wert auf die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften gelegt werden. Ebenso ist für Petersen die ausführliche Information der anliegenden Bürger wichtig, um Vorbehalte gegen Lärm- oder Geruchsbelästigung zu vermeiden.

Weitere Frühschoppen sollen folgen, versprach Hartmut Hintze: »Wir sind in der Kommunalpolitik angewiesen auf die Hinweise aus solchen Veranstaltungen, um die Zukunft für die Bürger zu gestalten.«



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