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26-10-09

»Wer soll das bezahlen?«

Bürgerverein Schwarzenbek


Die erste Vorsitzende des Bürgervereins Schwarzenbek, Sylvia Petersen. Foto: Susanne Nowacki

Schwarzenbek (no) – »Für den 11. November, 19.30 Uhr in Schröder’s Hotel haben wir Bürgermeister Frank Ruppert für einen Vortrag über das Thema ´Wer soll das bezahlen?´ gewinnen können«, erklärt die erste Vorsitzende des Bürgervereins Schwarzenbek, Sylvia Petersen.

»Dabei erfahren wir sicherlich einiges über die derzeitige finanzielle Lage der Stadt und wie es in 2010 weitergehen soll. Wir freuen uns auf viele interessierte Schwarzenbeker Bürger.«

Bereits bei der Vorstellung der Bauplanungen für das inzwischen errichtete und bezogene Schwarzenbeker Gymnasium habe sie selbst Bürgermeister Ruppert gefragt: »Und wann werden die Grund- und Gewerbesteuern erhöht?«
Sylvia Petersen: »Jetzt ist es so weit. Damals hieß es: Das wird nicht kommen.«

Den jetzigen Umbau des alten Gymnasiums zu stoppen und stillzulegen, mache keinen Sinn, aber ob die weiteren geplanten Umbauten der Real- und Compeschule kommen könnten, sei doch fraglich. »Und wieso wir in Schwarzenbek zwei Verwaltungen haben müssen, leuchtet mir auch nicht ein.

Wozu brauchen wir zwei Standesämter, zwei Einwohnermeldeämter? Da könnte man sicherlich mit der Zusammenlegung des Amtes Schwarzenbek-Land und der Schwarzenbeker Verwaltung einiges an Personalkosten sparen, und bereits jetzt damit beginnen, dass die altersbedingten Abgänge nicht mehr ersetzt werden.«

Städtisches Eigentum zu versilbern und so Kredite zu reduzieren, ist für die Vorsitzende des Bürgervereins keine Alternative: »Das wäre nur ein kurzfristiger Effekt. Es muss aber strukturell etwas passieren, um die Kosten in den Griff zu bekommen.«

»Das Salär der Stadtverordneten finde ich allerdings sehr hoch, vor allen Dingen für diejenigen, die als Gäste Sitzungen besuchen. Warum muss es dafür 14 Euro geben? Keine großen Beträge, aber Kleinvieh macht auch Mist.« Außerdem sollten beim Kulturprogramm Synergieeffekte genutzt werden. »Wenn wir als Bürgerverein, wie am 30. Oktober um 20 Uhr im Rathaus Festsaal einen plattdeutschen Abend »Kiek mal wedder in« mit Jasper Vogt für 12 Euro veranstalten, dann muss das kostendeckend sein. Das sollte auch für städtische Kulturveranstaltungen gelten.«

Übrigens sind für diesen Abend mit dem Ohnsorg-Schauspieler noch Restkarten bei Hans-Jürgen Steffen, 041 51 – 62 25 sowie über die Buchhandlung Lesezeit, Markt 3, erhältlich.



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