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25-08-09

Schwarzenbek als Arbeitgeber

Wachstum bedeutet Personal


Der alte Bauhof grenzte unmittelbar an das Wohngebiet Mühlenredder und an ein Landschaftsschutzgebiet. Der neue Bauhof liegt im Gewerbegebiet, Lärmbelästigung für die Anwohner konnte so vermieden werden. Foto: Susanne Nowacki

Schwarzenbek (no) – »Die Stellenzahl liegt derzeit bei 101,572«, beantwortet der Personalchef der Stadt Schwarzenbek, Björn Warmer (seit Mitte 2007 im Amt), eine entsprechende Anfrage. Die Kommastellen ergeben sich aus den zahlreichen städtischen Teilzeitarbeitsplätzen. Insgesamt füllen 119 Mitarbeiter die Stellen aus. »Beispielsweise bei den offenen Ganztagsangeboten der Schulen kommen teilweise zwei bis drei Mitarbeiter auf eine Stelle«, erklärt Björn Warmer.

Dabei liegen seit Jahren die Personalaufwendungen konstant bei rund 20 Prozent des Verwaltungshaushalts (bis 2008 nachzulesen für den interessierten Bürger unter www.schwarzenbek.de, Haushalt 2008/2009. Zahlen für 2009 folgen nach der endgültigen Genehmigung des Haushalts durch die Kommunalaufsicht). Auch künftig werden die Aufgaben der Stadt weiter wachsen.

»Das sind politische Entscheidungen, zum Beispiel die Schulen personell gut auszustatten oder das Bild der gepflegten Stadt als attraktiven Wohnort und Investitionsort zu erhalten«, betont Björn Warmer. »Mehr Wachstum bedeutet auch immer mehr Personal und eine entsprechende Personalentwicklung, Weiterbildung in allen Bereichen der städtischen Arbeitsplätze.« 148 Schwarzenbeker Personalstellen liegen in Höhe der vom Städtetag vorgegebenen Richtwerte für kommunale Arbeitgeber.

Im städtischen Bauhof arbeiten derzeit 22 Mitarbeiter, einige davon ehemalige Ein-Euro-Jobber, deren Übernahme in geregelte Arbeitsverhältnisse von der ARGE über Jahre gefördert wird, sodass für die Stadt Lohnkosten nur in geringer Höhe zu Buche stehen. Bereits seit Jahren wurden von der Berufsgenossenschaft die unzureichenden sanitären Verhältnisse im alten Bauhof am Rande des Baugebiets Mühlenredder bemängelt. Nun konnte die Stadt im Gewerbegebiet für 1,2 Millionen Euro ein geräumiges Grundstück und Gebäude erstehen, das der Bauhof in weiten Teilen durch Eigenarbeit seinen Bedürfnissen anpasst.

»Der Umbau des neuen Bauhofes hat bis jetzt 121.751,82 Euro gekostet, darin enthalten: Toranlage, Ölabscheider, Einrichtungsgegenstände, Siloanlage. Einige Maßnahmen sind noch nicht abgeschlossen«, so die Verwaltung.

»Der Kreis hat den Winterdienst auf die Kommunen übertragen, dadurch wird die Einlagerung von Streugut notwendig. Außerdem fahren im Winterdienst ab 3 Uhr nachts die Streu- und Räumfahrzeuge. Das wollten wir den Anwohnern im Mühlenredder nicht zumuten und haben nach einem anderen Gelände gesucht«, erläutert Hans-Joachim Delfs, CDU-Vorsitzender des Haupt- und Planungsausschusses.

Außerdem liegt der alte Bauhof am Rande eines Landschaftsschutzgebietes.

Das Gelände soll vermarktet werden, »aber angesichts der jetzigen Immobilienpreise warten wir noch ein bisschen ab«, so Delfs weiter.

Warum im Zusammenhang mit den Diskussionen zu den städtischen Finanzen Informationen aus den nichtöffentlichen Sitzungen von Haupt- und Bauausschuss das Licht der Öffentlichkeit erblickten, kann Delfs nicht nachvollziehen.

»Ich kenne niemanden von den Stadtverordneten, der alle Zahlen so im Kopf hat, dass er damit in die Öffentlichkeit gehen würde. Und die kritischen Stadtverordneten würden alle zu ihrer Kritik stehen und nicht anonym E-Mails verschicken.«



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