09-11-09
Gold für Ursula Jurkschat
Schwarzenbek (ml) - Sie trainiert eisern einmal wöchentlich zwei Stunden in der Buschkoppel-Halle beim TSV und hat dabei auch viel Spaß: Ursula Jurkschat aus Schwarzenbek freut sich jetzt über einen riesengroßen Erfolg im Badminton. Die 71-Jährige erreichte Gold im Einzel sowie im Doppel und im Mix bei den offenen Weltmeisterschaften (World Masters Games) im australischen Melbourne.
Seit über fünfzig Jahren ist sie dieser Sportart treu geblieben, die Begeisterung dafür teilt Ursula Jurkschat mit Ehemann Günter. Aber auch ihr Sohn und der zwölfjährige Enkel Jannik haben Spaß an dem Ballsport. »Früher war ich auch schon erfolgreich«, sagt die Schwarzenbekerin, die zunächst bei Norddeutschen und Deutschen Meisterschaften antrat und schließlich vor acht Jahren bei den Europameisterschaften in England - dort allerdings weniger siegreich. Besser lief es dann bei den nächsten Europameisterschaften in Sofia. Ihre erste Weltmeisterschaft erlebte Ursula Jurkschat vor vier Jahren in Kanada: »Da habe ich auch alle drei Titel geholt«. Bei den offenen Weltmeisterschaften kann jeder Sportler ab 35 Jahren teilnehmen, aus Schleswig-Holstein war Ursula Jurkschat dieses Mal die einzige.
»Im Mix mussten wir gegen die 60-Jährigen spielen, da keine älteren Teilnehmer da waren«, freut sich die erfolgreiche Spielerin über den Erfolg. In den anderen Wettkämpfen waren die Spieler zwischen 66 und 83 Jahre alt. Die älteste Teilnehmerin der Weltmeisterschaft sei bereits 101 Jahre alt gewesen, erzählt Ursula Jurkschat. Die betagte Dame trat im Kugelstoßen und Speerwerfen an und habe sich mit 93 Jahren noch eine Hantelbank angeschafft. Wenn das kein Vorbild ist...
Ursula Jurkschat jedenfalls will bei den Weltmeisterschaften in Turin im Jahr 2013 wieder dabei sein.
Weitere sportliche Betätigung hat sie zweimal die Woche beim Turnen, und als Ausgleich geht sie singen im Chor Sing Sang Song.
Außerdem sind sie und ihr Mann gern mit dem Wohnmobil auf Reisen. Weil sie das Land sehr interessiert, machte die erfolgreiche Sportlerin im Anschluss an die Weltmeisterschaft noch eine Rundreise durch Tasmanien.