19-01-12
Otto-von-Bismarck-Stiftung: Norbert Brackmann neuer Vorsitzender
Friedrichsruh (str) – Zum traditionellen Neujahrsempfang der Otto-von-Bismarck-Stiftung fanden am 13. Januar rund 100 Gäste den Weg ins Stiftungsgebäude im alten Bahnhof. Prof. Dr. Ulrich Lappenküper, Geschäftsführer der Otto-von-Bismarck-Stiftung, nutzte den Anlass, um den alten Vorstand des Fördervereins der Stiftung aus dem Amt zu verabschieden und den neuen Vorstand vorzustellen. Seit 15 Jahren gibt es den Verein zur Förderung der Otto-von-Bismarck-Stiftung e.V. und genauso lange hatte Michael von Schmude das Amt des Vorsitzenden inne. Der Bundespolitiker Norbert Brackmann tritt jetzt seine Nachfolge an. Er dankte seinen Mitstreitern für ihren Einsatz und ihr Vertrauen. Brackmann betonte, dass es Ziel des Vereins sei, das Wirken und Leben Otto von Bismarcks auch heute erlebbar zu machen.
Unter der Regie Michael von Schmudes spielte der Förderverein in den vergangenen 15 Jahren eine wesentliche Rolle für die Arbeit der Stiftung. Lappenküper nannte neben der finanziellen Unterstützung auch das Engagement im Jugendaustausch mit Polen, die Förderung der Fahrten nach Berlin und die Bildungsreisen als wichtige Stichworte. Sein besonderer Dank ging an ein Mitglied des Fördervereins, das im vergangenen Jahr die gesamten Druckkosten für den neuen Band der »Neuen Friedrichsruher Ausgabe« mit dem Titel »Gedanken und Erinnerungen« übernommen hat. In diesem Jahr stellt der Förderverein 5.000 Euro für einen neuen Image- und Werbefilm für die Stiftung zur Verfügung. »Auch mit ihrer Hilfe ist die Otto-von-Bismarck-Stiftung zu einem zentralen Lern- und Erinnerungsort deutscher Geschichte geworden«, dankte der Geschäftsführer dem scheidenden Vorstand.
Wie viel Zuspruch der Verein erfährt, zeigt auch die Entwicklung der Mitgliederzahl: beim Start im Herbst 1997 waren es 19 Mitglieder, heute ist die Zahl auf 110 angewachsen. Die Jahresbilanz des Geschäftsführers im Rückblick auf 2011 fiel durchweg positiv aus. Die Historiker freuen sich über wachsenden Zuspruch und steigende Besucherzahlen, die Veranstaltungen waren gut besucht und die neuen Editionen sehr erfolgreich. Zu den Höhepunkten gehörten der Vortrag des berühmten Politikwissenschaftlers Alfred Grosser und der Auftritt des Schauspielers Ulrich Tukur.
Zu den Gästen an diesem Abend gehörte auch Prof. Dr. Michael Epkenhans, langjähriger Geschäftsführer der Stiftung. Er dankte Michael von Schmude für seine Arbeit und ließ die 15 Jahre in Bildern Revue passieren. »Mit Michael von Schmude haben wir hier viel erreicht«, so Epkenhans. Dank des Netzwerks, das von Schmude geschaffen habe, konnte die Stiftung Zugang zu vielen Kreisen finden. »Und es war von Schmude, der die Idee hatte, einen Neujahrsempfang zu veranstalten«, lachte Epkenhans. »Hier geht es immer zu wie bei einem Klassentreffen«, beschrieb er die lockere Atmosphäre treffend.