07-12-09
Kleine Fußballer und großer Budenzauber
Schwarzenbek (peh) – Als Hallenfußballturnier der Superlative dürfte das F-Jugendturnier, das am vergangenen Wochenende in der Buschkoppel und in der Sporthalle des Gymnasiums stattfand, in die Vereinsgeschichten des SC Schwarzenbek und des Breitenfelder SV eingehen. Dabei traten fast 350 F-Jugendliche in 32 Teams aus ganz Deutschland sowie Österreich und Dänemark gegen das runde Leder und zeigten, dass auch Achtjährige schon einen faszinierenden Fußball spielen können. Darüber hinaus wurden dank zahlreicher Sponsoren und der veranstaltenden Vereine 500 Euro für die Aktion »Ein Herz für Kinder« gesammelt.
Sichtlich froh und erleichtert zeigte sich dann der Jugendwart des Breitenfelder SV, als endlich der Ball rollte. »Jetzt fällt die ganze Nervosität ab, zumal die Organisation eines Turniers dieser Größenordnung für alle Beteiligten viel Kraft gekostet hat«, erläuterte Norbert Frantzen unmittelbar nach dem Einmarsch der Mannschaften und der anschließenden Eröffnungsveranstaltung.
Dabei wagte Breitenfeldes Bürgermeisterin Anne Fröhlich bereits einen Blick in die Zukunft. »Kürzlich wurden die WM-Gruppen ausgelost. Vielleicht sehen wir einige hoffnungsvolle Talente irgendwann bei der Fußballweltmeisterschaft wieder«, sagte Anne Fröhlich, da sogar Bundesligisten wie Werder Bremen, Hannover 96 oder Hertha BSC Berlin ihre F-Jugendteams nach Schwarzenbek geschickt hatten. Schwarzenbeks stellvertretender Bürgermeister Egon Siepert zeigte sich stolz, ein solches Event in seiner Heimatstadt erleben zu können.
»Trotz der vielen klangvollen Namen freue ich mich, dass auch Mannschaften aus der Region am Start sind und sich mit den Nachwuchsteams der großen Vereine messen können«, ließ Egon Siepert eine gesunde Portion Lokalpatriotismus nicht vermissen.
Nach 366 Toren in 144 Spielen und rund 15 Stunden Fußball an zwei Tagen, wobei insgesamt fast 2.000 Zuschauer die Spiele verfolgten, stand der Lichterfelder FC aus Berlin als überraschender Sieger fest. Das F-Jugend-Team aus der Hauptstadt hatte sich erst eine Woche zuvor beim Turnier in Breitenfelde als Gruppen-Erster für das Event in Schwarzenbek qualifiziert und jetzt im Finale glücklich nach Achtmeterschießen mit 4:3 gegen Arminia Bielefeld triumphiert.
Als Sieger durften sich aber alle 32 Teams sowie die rührigen Organisatoren des Breitenfelder SV und des SC Schwarzenbek fühlen. Diese hatten sogar einen Besuch des Nikolaus für die 350 Kinder in der Sporthalle arrangiert und ernteten trotz der langen Spielpausen für die Kinder viel Lob und Anerkennung von den Gästemannschaften. »Das war schon eine logistische Meisterleistung, auf die wir ganz stolz sein können«, sagte der Breitenfelder F-Jugendtrainer Sven Otto, als die Veranstalter nach Abschluss des Turniers bei einem kleinen Bierchen die zwei Tage Revue passieren ließen. Für das kommende Jahr haben übrigens bereits zahlreiche Vereine zugesagt, wobei mit Slavia Prag, dem AC Mailand und Sturm Graz bereits einige ganz große Nummern dabei sind. Den heimischen Teams muss aber nicht bange sein, denn auch diese Kinder sind erst acht Jahr alt und bekanntlich kocht man auch in Mailand nur mit Wasser…