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17-03-10

Ein Walfisch für Groß Pampau

 


Thomas Stich, Bürgermeister der 157 Einwohner zählenden Gemeinde Groß Pampau, mit dem neuen Wappen.Foto: Christa Möller

Groß Pampau (ml) - Idyllisch auf dem Lande liegt Groß Pampau – fernab von See und Meer. Weshalb dennoch ausgerechnet ein silberner Walfisch das neue Wappen der kleinen Gemeinde dominiert, das erklärt Bürgermeister Thomas Stich so: »Zwischen 1984 und 1993 wurden in der Kiesgrube einige Fossilien gefunden, unter anderem 1989 ein zehn Millionen Jahre altes, fast vollständiges Bartenwal-Skelett. Weltweit sei dieser Fund so gut wie einzigartig, betont Stich. Heute ist das Walskelett im Naturkundemuseum in Lübeck zu bewundern.
Heraldiker Wolfgang Benthien hat das Wappen des im Jahr 1230 erstmals im Zehntregister erwähnten Dorfes in Zusammenarbeit mit der Gemeinde entworfen.

Unter dem Walfisch zeigt das Wappen einen silbernen Dreiberg, denn der Ortsname Klein Pampau leitet sich ab von »Pampowe«, darin ist das slawische Wort »Pap« (=kleiner Hügel) enthalten.

Über Hügel und Wellen demonstriert auf goldfarbenem Grund rechts ein roter Pferdekopf die Verbindung gleichermaßen zum Amts- und Kreiswappen. Das grüne Eichenblatt links symbolisiert den zweihundert Jahre alten Eichenbestand im Dorf.

Bislang hatten nur neun der 19 Gemeinden im Amt Schwarzenbek-Land ein Wappen, Groß Pampau ist jetzt die zehnte. Auf einem Sektempfang wurde das Wappen jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt. Unter den 75 Besuchern waren auch Amtsleiter Hubert Kudling, Amtsvorsteher Klaus Hansen und weitere Gäste aus den Amtsgemeinden. »Das war rundum eine gelungene Veranstaltung«, freut sich der Gastgeber.

Das Wappen hängt bereits im Amtsverwaltungsgebäude in Schwarzenbek. Ansonsten ist es auf dem Bürgermeisteramtsschild zu finden und auf der Ortsflagge – ebenso wie auf dem Gemeindebriefpapier und dem Dienstsiegel des Bürgermeisters. Natürlich ist das neue Wappen auch in der kommunalen Wappenrolle von Schleswig-Holstein eingetragen. Vermutlich zu Ostern wird die Gemeindeflagge mit Wappen erstmals am Dorfgemeinschaftshaus/Feuerwehrhaus gehisst.

Die 157 Einwohner können ihre Ortsflagge aber auch im eigenen Garten bewundern – erhältlich ist sie ab sofort beim Bürgermeister. In Planung sind außerdem Wappenaufkleber.



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