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05-11-09

WVS-Vortrag zum Thema Unternehmensnachfolge

 


Die Referenten Günter Kröger und Michaela Koolmann von der Steuerberatungsgesellschaft Bicher & Partner, Rudolf Grothmann, Vorstand der Schwarzenbeker Raiffeisenniederlassung, Andrea Reinhold, 1. Vorsitzende der WVS, Referent Edgar Friedrich, Rechtsanwalt und Notar, und Ute Stolberg, Prokuristin bei der Raiffeisenbank, gestalteten gemeinsam einen äußerst informativen Abend für die relativ zahlreich erschienenen Unternehmer. Foto: Jan-Niklas Sievers

Schwarzenbek (jns) – Etwa 40 Unternehmer, überwiegend Mitglieder der WVS (Wirtschaftsvereinigung Schwarzenbek) und Firmenkunden der Raiffeisenbank, folgten den Ausführungen der Bankkaufleute, Notare und Anwälte auf einer Informationsveranstaltung in Schröder's Hotel. Das Thema: Unternehmensnachfolge. Sie erfuhren, was es im Falle einer Scheidung zu bedenken gibt, wenn es sich bei ihren Unternehmen um einen Familienbetrieb handelt, wie wichtig ein Ehevertrag für die Eindeutigkeit ist, in wessen Händen die Firma nach der Trennung liegt, wie wichtig ein frühzeitig verfasstes Testament ist und wann es notariellem Mitwirken bedarf, um dieses rechtskräftig zu machen.

Die Vorträge informierten außerdem über die Möglichkeit, ein Familienunternehmen schon vor dem Versterben des Verantwortlichen an die Kinder oder gar an andere Verwandte zu übergeben. Doch auch bei der sogenannten »Schenkung« sind Steuerregelungen zu beachten. Die umgangene Erbschaftssteuer bringt fast immer eine Schenkungssteuer mit sich. Hierbei ist Vorsicht zu wahren, warnten die Referenten: Der zu versteuernde Unternehmenswert wird durch die Finanzämter oft überproportional hoch berechnet und somit falsch eingeschätzt.

Vorsicht bei Gesetzesänderungen: Testamente vor dem Hintergrund neuer Paragraphen regelmäßig überarbeiten lassen, lautet der Rat der Experten. Durch gründliche Prüfung, reifliche Überlegung und rechtzeitige Vorsorge kann ein Unternehmen selbst den plötzlichen Tod des Unternehmensführers verkraften. So ließe sich oftmals ein Verlust von Arbeitsplätzen in Familienunternehmen vermeiden.

Von solchen Arbeitsplätzen sind immerhin etwa 70 Prozent der arbeitenden Bevölkerung abhängig und leider scheitert fast die Hälfte der Unternehmen an der Nachfolge.



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