17-08-09
Markt startet Unterschriftenaktion - Soll der Wochenmarkt bleiben
Schwarzenbek (no) – Bereits Mitte Juli war der Umzug des Wochenmarktes auf den Alten Markt und in die Berliner Straße Thema im Planungsausschuss. Einer Idee der Wirtschaftlichen Vereinigung Schwarzenbek folgend, hatten sich Politik und Verwaltung dafür ausgesprochen, in einer Probezeit den Markt mittwochs und sonnabends für eine Belebung der Innenstadt dorthin zu verlagern. Natürlich solle mit den Marktbeschickern, die an den Markttagen den Ritter-Wulf-Platz gepachtet haben, darüber gesprochen werden.
Bis Mitte August hatten Hannelore Reimer und Ulrike Siemers nur aus der Presse und von ihren Kunden von den Plänen gehört. Jetzt wird der Marktbetreiber, der Verein Marktgemeinschaft Schwarzenbek, selbst aktiv: »Viele Kunden haben uns angesprochen, dass wir etwas tun müssen. Wir wollen hier nicht weg und unsere Kunden wollen auch keinen geteilten Markt«, zeigt sich die erste Vorsitzender der Marktgemeinschaft Hannelore Reimer kämpferisch.
»Wir stehen hier ja nicht zum Spaß«, unterstützt Ulrike Siemers, zweite Vorsitzende, den Einsatz zum Erhalt des jetzigen Standorts vor dem Rathaus.
»Wenn wir mal umziehen in die Berliner Straße, weil Jahrmarkt ist, dann kommen viele unserer Stammkunden nicht. Das können wir uns umsatzmäßig überhaupt nicht erlauben, genauso wenig einen Probebetrieb, der sicher Umsatzeinbußen bringt.«
»Natürlich ist das eine schöne Atmosphäre, wenn wir mal auf dem Alten Markt verkaufen zu Weihnachten, aber dann sind es auch weniger Stände«, erklärt Hannelore Reimer. »So müssten wir uns aufteilen und dann wollen alle auf den Alten Markt, wie soll das gehen?«
Darum wird in den kommenden Wochen an allen Ständen eine Unterschriftenliste ausliegen, in der Kunden und Interessierte sich für den Erhalt des Wochenmarktes an seinem jetzigen Standort aussprechen können.
Hannelore Reimer und Ulrike Siemers sind sicher, dass sie auf ihre Kunden zählen und in einigen Wochen eine ansehnliche Liste an die Stadt überreichen können.